AVERVO Analyse 2026

Wie sichtbar sind SEO Agenturen selbst bei Google?

AVERVO hat 804 SEO Agentur-Websites aus dem eigenen Datenbestand ausgewertet. Untersucht wurden gespeicherte Schätzwerte zu organischem Traffic, organischen Keywords und Top-10-Rankings sowie technische Grundlagen der Websites. Die Analyse zeigt große Unterschiede innerhalb des Marktes – und eine auffällig geringe eigene organische Präsenz bei einem erheblichen Teil der untersuchten Anbieter.

Datengrundlage: AVERVO Sichtbarkeitsradar · Erhebungsstand der Sichtbarkeitswerte: März 2026 · Auswertung: August 2026

Studie teilen:
Die wichtigsten Ergebnisse

Drei Zahlen prägen das Gesamtbild

50,0% Trafficwert 0

402 von 804 untersuchten SEO-Agentur-Websites weisen im gespeicherten Datensatz einen geschätzten organischen Traffic von 0 auf.

55,7% kein Top-10-Ranking

448 Anbieter besitzen im ausgewerteten Datensatz keine einzige organische Platzierung in den Top 10.

75,7% weniger als 10 Top-10-Rankings

609 der 804 untersuchten Websites bleiben unter zehn gespeicherten Top-10-Platzierungen.

AVERVO-Einordnung: Die eigene Sichtbarkeit einer Agentur ist kein alleiniger Qualitätsnachweis. Sie ist bei einem Anbieter, dessen Kerngeschäft organische Sichtbarkeit ist, jedoch ein relevantes Qualitätssignal. Aussagekräftig wird dieses Signal vor allem im Zusammenspiel mit Referenzen, Methodik, tatsächlicher Expertise und nachvollziehbaren Kundenergebnissen.

Organischer Traffic

Die Hälfte der untersuchten SEO-Agenturen liegt beim Trafficwert bei 0

Der stärkste Einzelbefund betrifft den gespeicherten geschätzten organischen Traffic. Bei exakt der Hälfte der untersuchten SEO-Agentur-Websites liegt dieser Wert bei 0. Weitere 13,8 Prozent liegen zwischen 1 und 9. Insgesamt bleiben damit 63,8 Prozent unter einem Trafficwert von 10.

Nur 41 der 804 Anbieter erreichen einen gespeicherten Wert von mindestens 1.000. Das entspricht 5,1 Prozent der Stichprobe. Der Median liegt bei lediglich 0,5.

Diese Werte sind Schätzwerte und keine serverseitig gemessenen Besucherzahlen. Für den Marktvergleich sind deshalb insbesondere Verteilung und Größenordnung relevant.

0
50,0%
1–9
13,8%
10–49
13,1%
50–99
6,0%
100–999
12,1%
1.000+
5,1%
Top-10-Rankings

Mehr als jede zweite SEO-Agentur ohne Top-10-Ranking im Datensatz

Top-10-Rankings sind für die Einordnung besonders interessant, weil sie die Sichtbarkeit auf der ersten Google-Ergebnisseite abbilden. Von den 804 untersuchten SEO-Agenturen besitzen 448 beziehungsweise 55,7 Prozent kein einziges gespeichertes Top-10-Ranking.

Weitere 114 Anbieter kommen auf ein bis vier Top-10-Platzierungen. Insgesamt bleiben 75,7 Prozent unter zehn Top-10-Rankings. Nur 48 Agenturen – 6,0 Prozent der Stichprobe – erreichen mindestens 100.

Der Median liegt bei 0 Top-10-Rankings. Einige sehr sichtbare Anbieter ziehen den Durchschnitt stark nach oben; für die Einordnung des Gesamtmarktes ist der Median deshalb aussagekräftiger.

0
55,7%
1–4
14,2%
5–9
5,8%
10–49
14,6%
50–99
3,7%
100+
6,0%
Organische Keywords

Der Median liegt bei fünf organischen Keywords

Auch die Breite der organischen Sichtbarkeit ist stark ungleich verteilt. 347 SEO-Agenturen beziehungsweise 43,2 Prozent besitzen im ausgewerteten Datensatz keinen organischen Keywordwert. 55,0 Prozent bleiben unter zehn organischen Keywords.

69 Anbieter erreichen mindestens 500 organische Keywords. Das entspricht 8,6 Prozent der Stichprobe. Über alle 804 Agenturen hinweg liegt der Median bei fünf organischen Keywords.

0
43,2%
1–9
11,8%
10–49
15,0%
50–99
7,2%
100–499
14,2%
500+
8,6%
Technische Website-Basis

Technisch sind viele SEO-Agentur-Websites solide aufgestellt

Die geringe organische Sichtbarkeit lässt sich nicht pauschal mit fehlenden technischen Grundlagen erklären. Für 736 der 804 SEO-Agenturen liegt zusätzlich ein technisch verwertbarer Website-Check vor.

98,2 Prozent dieser Websites waren zum Prüfzeitpunkt indexierbar. 79,9 Prozent verfügten über Schema-Markup, 82,6 Prozent über Open-Graph-Angaben und 88,3 Prozent über eine H1-Auszeichnung. Der Median der erfassten Wortzahl auf der geprüften Seite lag bei rund 939 Wörtern.

Der Befund spricht gegen eine einfache Erklärung nach dem Muster „technisch schlecht, deshalb unsichtbar“. Organische Sichtbarkeit entsteht aus Themenabdeckung, Suchnachfrage, Autorität, Wettbewerb, interner Struktur und langfristiger Umsetzung.

98,2%

der technisch auswertbaren Websites waren indexierbar.

79,9%

verfügten über erkennbares Schema-Markup.

82,6%

enthielten Open-Graph-Angaben.

88,3%

enthielten eine H1-Auszeichnung.

Einordnung

Was sagt die eigene Sichtbarkeit über eine SEO-Agentur aus?

Eine schwach sichtbare Agentur kann fachlich sehr gute Kundenarbeit leisten. Umgekehrt beweist eine starke eigene Website noch keine hohe Beratungs- oder Umsetzungsqualität. Die eigene Sichtbarkeit sollte deshalb weder als Ausschlusskriterium noch als alleiniger Qualitätsnachweis verwendet werden.

Sie besitzt dennoch Prüfwert. Wer Suchmaschinenoptimierung als Kernleistung verkauft, sollte erklären können, wie die eigene Marktposition zustande kommt und warum die eigene Sichtbarkeit gegebenenfalls gering ausfällt. Besonders relevant wird das bei weitreichenden Leistungsversprechen, starken Referenzaussagen oder einer Positionierung als ausgewiesener Spezialist.

AVERVO bewertet deshalb nicht einen einzelnen Toolwert, sondern die Kombination aus eigener Tragfähigkeit, überprüfbaren Referenzen, fachlicher Methodik, konkreter Eignung und wirtschaftlicher Plausibilität. Unternehmen können eine SEO-Agentur vor der Beauftragung unabhängig prüfen lassen.

Läuft die Zusammenarbeit bereits, bewertet das SEO Gutachten Strategie, Umsetzung, Rankings und Wirtschaftlichkeit der laufenden SEO-Leistungen.

Ebene Was sie zeigt Was sie nicht beweist
Eigene Sichtbarkeit digitale Aufstellung und Fähigkeit zur eigenen Positionierung Qualität der Kundenarbeit
Referenzen mögliche Erfahrung und nachweisbare Ergebnisse Übertragbarkeit auf das eigene Unternehmen
Methodik fachliche Struktur und Arbeitsweise zukünftigen Erfolg
Anbieterprüfung Gesamtbild aus Tragfähigkeit, Seriosität und Eignung Erfolgsgarantie
Für Entscheider

Wie sollten Geschäftsführer diese Zahlen nutzen?

Die Studie liefert keinen Grund, eine Agentur allein wegen geringer eigener Sichtbarkeit auszusortieren. Sie zeigt vielmehr, dass Anbieterbehauptungen überprüft werden sollten und dass die Spannbreite innerhalb des SEO-Marktes erheblich ist.

Eine geringe eigene Sichtbarkeit verdient besonders dann Aufmerksamkeit, wenn gleichzeitig starke SEO-Erfolge versprochen, außergewöhnliche Referenzergebnisse beworben oder weitreichende Kompetenzbehauptungen aufgestellt werden. In solchen Fällen sollte vor der Beauftragung geklärt werden, welche Belege tatsächlich belastbar sind.

Ergänzend erläutert AVERVO im Fachbeitrag woran sich eine seriöse Agentur erkennen lässt und wie Leistungsversprechen von Agenturen geprüft werden können.

Prüfsignale vor der Beauftragung

  • eigene Sichtbarkeit passt zur behaupteten Spezialisierung
  • Referenzen enthalten nachvollziehbare Ausgangs- und Ergebniswerte
  • Leistungsversprechen sind fachlich erklärbar
  • Methodik und Verantwortlichkeiten sind transparent
  • die Agentur passt zur konkreten Ausgangslage des Unternehmens
Methodik

So wurde die AVERVO Sichtbarkeitsanalyse durchgeführt

Ausgangspunkt war der Datenbestand des früheren AVERVO Sichtbarkeitsradars. Für diese Untersuchung wurden ausschließlich Anbieter berücksichtigt, die als SEO-Agentur kategorisiert, zum Auswertungszeitpunkt als aktiv geführt und mit einer eigenen Domain hinterlegt waren.

Doppelte Domains innerhalb der SEO-Kategorie wurden bereinigt. Aus 808 grundsätzlich passenden Einträgen entstand dadurch eine Stichprobe von 804 eindeutigen SEO-Agentur-Websites.

Analysiert wurden die im Datenbestand gespeicherten Werte für geschätzten organischen Traffic, organische Keywords und Top-10-Rankings. Da einzelne sehr große Domains Durchschnittswerte stark verzerren, verwendet die Studie überwiegend Medianwerte, Häufigkeiten und Anteilswerte.

Für 736 Websites lagen zusätzlich technisch verwertbare Checks zu Indexierbarkeit, Schema-Markup, Open Graph, H1 und Wortanzahl vor. Diese technische Teilstichprobe wird getrennt von den Sichtbarkeitskennzahlen ausgewiesen.

Nicht Bestandteil dieser Veröffentlichung sind proprietäre Sichtbarkeitsscores, historische Veränderungen, Backlink- und DR-Auswertungen sowie damalige KI-Sichtbarkeitswerte. Diese Felder wurden bewusst ausgeklammert, weil Datenherkunft, Skalierung oder Vergleichbarkeit im vorliegenden Export für eine öffentliche Interpretation nicht ausreichend eindeutig dokumentiert sind.

Grenzen der Untersuchung: Geschätzter organischer Traffic und Keyworddaten sind externe beziehungsweise modellierte Sichtbarkeitswerte und keine Analytics-Daten der untersuchten Unternehmen. Die Untersuchung bewertet außerdem keine einzelnen Anbieter und erlaubt keine Aussage darüber, wie erfolgreich eine Agentur konkrete Kundenprojekte betreut. Sie beschreibt ausschließlich die im Datenbestand messbare eigene Websichtbarkeit der untersuchten Anbieter zum Erhebungszeitpunkt.

Stichprobe: 804 eindeutige SEO-Agentur-Domains · technische Teilstichprobe: 736 Websites · Sichtbarkeitsdaten: März 2026 · Auswertung und Veröffentlichung: August 2026

So zitieren Sie diese Studie

AVERVO (2026): Wie sichtbar sind SEO Agenturen selbst bei Google? Online: https://avervo.de/studien/seo-agenturen-sichtbarkeit/ (abgerufen am 12.09.2026).

SEO Agentur vor der Beauftragung fachlich prüfen

Eigene Sichtbarkeit ist nur ein Prüfsignal. AVERVO bewertet zusätzlich Referenzen, Fachkompetenz, Methodik, wirtschaftliche Tragfähigkeit und die konkrete Eignung eines Anbieters für Ihr Vorhaben.

SEO-Agentur prüfen lassen