Diese Informationen fassen öffentlich zugängliche Angaben zusammen. Eine umfassende, unabhängige Prüfung für Ihr konkretes Vorhaben erhalten Sie mit unserer Anbieterprüfung.
Anbieterprüfung ansehenAlcognition positioniert sich rund um Change Management und Training Management für IT-Transformationen. Im Mittelpunkt steht damit weniger die technische Einführung eines Systems selbst als die Frage, wie betroffene Nutzer auf Veränderungen vorbereitet, qualifiziert und durch die Einführung begleitet werden.
Gerade bei größeren Digitalisierungs- und SAP-Projekten ist diese Abgrenzung relevant. Ob eine neue Software den erwarteten Nutzen bringt, hängt schließlich nicht allein von ihrer technischen Funktionsfähigkeit ab. Prozesse müssen verstanden, Arbeitsweisen angepasst und Anwender ausreichend geschult werden. Alcognition setzt genau an dieser Schnittstelle zwischen Technologie, Geschäftsprozessen und Nutzern an.
Öffentlich verfügbare Informationen ermöglichen eine recht klare Einordnung dieses Leistungsmodells. Deutlich begrenzter ist dagegen die Basis unabhängiger Kundenbewertungen. Für Interessenten verschiebt sich die Prüfung deshalb stärker auf die konkrete Projekterfahrung, die vorgesehenen Methoden und die Frage, wie nachvollziehbar Alcognition die geplanten Change- und Trainingsmaßnahmen für das eigene Transformationsvorhaben herleitet.
Alcognition beschreibt die eigene Arbeit mit einem konsequent nutzerorientierten Ansatz. Nach eigener Darstellung sollen Change- und Trainingsmaßnahmen nicht anhand unveränderter Standardvorlagen aufgesetzt werden. Stattdessen werden zunächst Anforderungen, Ausgangssituation und Veränderungsbereitschaft untersucht.
Diese Positionierung lässt sich anhand der angebotenen Leistungen nachvollziehen. Im Change Management nennt Alcognition unter anderem:
Change-Readiness-Analysen
Change-Impact-Analysen
Stakeholder-Analyse und Stakeholder-Management
Aufbau und Betreuung von Change-Netzwerken
Change Events
laufendes Change Tracking
Umgang mit Widerständen gegen Veränderungen
Damit wird Change Management als begleitender Prozess über unterschiedliche Projektphasen hinweg dargestellt und nicht lediglich als Kommunikationsmaßnahme kurz vor einem Go-live.
Für Auftraggeber entsteht daraus ein sinnvoller Prüfmaßstab. Wenn Alcognition ein individuelles Vorgehen anbietet, sollte auch das konkrete Konzept erkennen lassen, aus welchen Erkenntnissen einzelne Maßnahmen abgeleitet wurden. Eine Stakeholder-Analyse oder Readiness-Erhebung ist beispielsweise erst dann besonders hilfreich, wenn ihre Ergebnisse anschließend sichtbar in Kommunikations-, Beteiligungs- oder Qualifizierungsmaßnahmen einfließen.
Ein zweiter Schwerpunkt ist das Training Management. Alcognition verbindet Qualifizierung ausdrücklich mit dem Erfolg von IT-Transformationen und betrachtet die tatsächliche Nutzung eines neuen Systems als wichtigen Bestandteil der Einführung.
Die öffentlich beschriebenen Leistungen umfassen die Analyse des Trainingsbedarfs, die Konzeption geeigneter Trainingsformate, die Durchführung von Schulungen und die anschließende Evaluation. Hinzu kommt Beratung zu Trainingssystemen und Trainingsdaten, beispielsweise für Übungsumgebungen, in denen Anwender realistische Abläufe trainieren können, ohne Produktivdaten zu gefährden.
Das unterscheidet ein umfassendes Training Management von der reinen Erstellung einzelner Schulungsunterlagen. Für ein konkretes Angebot sollte deshalb geklärt werden, welche Verantwortung Alcognition tatsächlich übernimmt.
Relevant sind beispielsweise die Fragen, ob Zielgruppen systematisch segmentiert werden, wer Trainingsinhalte erstellt und fachlich freigibt, wie Trainer vorbereitet werden, welche Lernformate vorgesehen sind und wie festgestellt wird, ob Anwender nach den Schulungen tatsächlich arbeitsfähig sind.
Gerade bei umfangreichen Rollouts kann außerdem wichtig sein, wie Aktualisierungen der Schulungsunterlagen gesteuert werden, wenn sich Prozesse oder Systemstände während des Projekts verändern.
Auf der eigenen Website grenzt Alcognition das Leistungsprofil weiter ein. Das Unternehmen beschreibt Erfahrungen insbesondere mit SAP-Transformationsprojekten für mittelständische und größere Unternehmen. Als fachliche Kontexte werden unter anderem Automotive, Manufacturing, High-Tech und Communications genannt. Frühere Projekte hätten sich beispielsweise mit Finanzsoftware sowie Supply-Chain- und HR-Prozessen beschäftigt.
Diese Angaben helfen bei der Einordnung, ersetzen jedoch keine projektspezifische Referenzprüfung.
Bei einer geplanten SAP-Transformation wäre beispielsweise wesentlich aussagekräftiger, ob Alcognition bereits Veränderungsprojekte mit ähnlichen Nutzergruppen, Prozessbereichen, Rollout-Strukturen und organisatorischen Herausforderungen begleitet hat. Ein Projekt mit einigen spezialisierten Key Usern stellt andere Anforderungen an Training und Change Management als eine Einführung mit mehreren tausend Anwendern an verschiedenen Standorten.
Öffentlich finden sich zusätzlich Hinweise auf Projekte rund um die Digitalisierung von HR- und Staffing-Prozessen sowie auf die Konzeption umfangreicher Trainingsprogramme im Automotive- und Logistikumfeld. Solche Beispiele sprechen für praktische Berührungspunkte mit größeren Transformationsvorhaben. Für eine konkrete Vergabe sollte dennoch nachvollzogen werden, welche Leistungen innerhalb dieser Projekte tatsächlich durch Alcognition erbracht wurden und welche Ergebnisse dem Anbieter unmittelbar zugeordnet werden können.
Neben Change und Training bietet Alcognition moderierte Team Workshops auf Basis von Design Thinking an.
Das Angebot umfasst nach eigener Darstellung unter anderem Prozessgestaltung, Produktentwicklung, Lösungsfindung und User-Interface-Themen. Je nach Aufgabenstellung können kompakte Workshopreihen oder umfangreichere Formate eingesetzt werden. Alcognition orientiert sich dabei an den bekannten Phasen Empathize, Define, Ideate, Prototype und Test.
Für Interessenten ist dieser Bereich getrennt von den langfristig angelegten Change- und Trainingsleistungen zu betrachten. Ein gut moderierter Workshop ist keine Aussage darüber, wie gut ein mehrmonatiges Transformationsprogramm gesteuert wird – und umgekehrt.
Vor einer Beauftragung sollte deshalb klar sein, ob ein Workshop als eigenständige Leistung, zur Problemanalyse innerhalb eines laufenden Projekts oder als Bestandteil eines größeren Change-Konzepts vorgesehen ist. Davon hängt ab, an welchen Ergebnissen die Leistung anschließend sinnvoll bewertet werden kann.
Die öffentlich zugängliche Bewertungsbasis zu Alcognition ist derzeit überschaubar.
Auf Portalen, auf denen das Unternehmen beziehungsweise seine Leistungen geführt werden, sind teilweise keine Kundenbewertungen veröffentlicht. Auch auf Weiterbildungsplattformen werden Alcognition-Angebote zwar beschrieben, es findet sich dort jedoch keine breite Menge an Erfahrungsberichten, aus der sich ein belastbares Gesamtbild zur Zusammenarbeit ableiten ließe.
Das ist weder ein positives noch ein negatives Qualitätsmerkmal. Es bedeutet vor allem, dass eine Bewertung von Alcognition nicht sinnvoll auf Sternebewertungen oder eine große Zahl öffentlicher Rezensionen gestützt werden kann.
Wer Alcognition Erfahrungen anderer Kunden sucht, sollte deshalb besonders darauf achten, zwischen unterschiedlichen Informationsarten zu unterscheiden. Eigene Leistungsbeschreibungen zeigen, wie sich Alcognition positioniert. Projektangaben geben Hinweise auf mögliche Erfahrung. Unabhängige Rezensionen würden dagegen die Perspektive tatsächlicher Auftraggeber ergänzen – stehen öffentlich aber nur in begrenztem Umfang zur Verfügung.
Gerade bei spezialisierten B2B-Beratungen ist eine geringe Zahl öffentlicher Rezensionen nicht ungewöhnlich. Transformationsprojekte sind häufig vertraulich und lassen sich zudem kaum über eine kurze Sternebewertung angemessen beurteilen.
Bei Alcognition sind Referenzen besonders dann aussagekräftig, wenn sie nicht nur einen bekannten Unternehmensnamen nennen, sondern einen vergleichbaren Veränderungskontext zeigen.
Für einen Interessenten wären beispielsweise folgende Informationen relevant:
Welche Technologie oder welches System wurde eingeführt? Wie groß und heterogen war die betroffene Nutzergruppe? War Alcognition für Strategie, operative Umsetzung oder einzelne Arbeitspakete verantwortlich? Welche Change- oder Trainingsmaßnahmen wurden konkret umgesetzt? Über welchen Zeitraum lief die Begleitung? Und anhand welcher Kriterien wurde bewertet, ob die Anwender ausreichend vorbereitet waren?
Für ein internationales SAP-Programm wären außerdem andere Referenzen relevant als für einen einzelnen Design-Thinking-Workshop oder die Einführung einer spezialisierten Fachanwendung.
Eine Referenz sollte deshalb möglichst nicht nur beantworten, für wen Alcognition gearbeitet hat, sondern vor allem was im jeweiligen Projekt übernommen wurde und wie ähnlich dieses Projekt dem geplanten Auftrag ist.
Alcognition betont, keine Einheitslösung aus standardisierten Tools und Vorlagen anzubieten. Nach eigener Darstellung sollen Maßnahmen aus den jeweiligen Anforderungen und der Veränderungsbereitschaft einer Organisation entwickelt werden.
Genau dieses Versprechen eignet sich als besonders konkreter Prüfpunkt vor einer Beauftragung.
Ein individuelles Change-Konzept sollte beispielsweise erkennen lassen, welche Nutzergruppen unterschiedlich betroffen sind und warum. Ein Trainingskonzept sollte zeigen, welche Fähigkeiten jede Zielgruppe benötigt und weshalb bestimmte Lernformate gewählt wurden. Eine Change-Impact-Analyse sollte wiederum konkrete Auswirkungen auf Prozesse, Rollen oder Arbeitsweisen identifizieren.
Bleibt ein Angebot dagegen bei allgemeinen Begriffen wie Kommunikation, Stakeholder Management, Schulungen und Change Begleitung, ohne diese Leistungen mit der tatsächlichen Transformation zu verbinden, wäre zu klären, wie weit die angekündigte Individualisierung tatsächlich reicht.
Zur Frage, ob Alcognition seriös ist, lassen sich verschiedene öffentlich überprüfbare Anhaltspunkte heranziehen. Das Unternehmen verfügt über eine nachvollziehbare Marktpräsenz, beschreibt sein Leistungsportfolio relativ konkret und grenzt seinen fachlichen Schwerpunkt auf IT Change und Training Management ein. Auch einzelne Methoden und Arbeitspakete werden öffentlich benannt.
Daraus lässt sich jedoch keine pauschale Empfehlung für eine Beauftragung ableiten.
Bei einer spezialisierten Transformationsberatung entscheidet die Eignung wesentlich stärker anhand des konkreten Projekts. Ein Anbieter kann über passende Erfahrungen verfügen und dennoch für ein bestimmtes System, eine bestimmte Organisationsstruktur oder einen sehr speziellen Rollout weniger geeignet sein.
Daher sollte vor einer Entscheidung geprüft werden, ob die nachgewiesene Projekterfahrung zur eigenen Transformation passt und ob Rollen, Deliverables, Kapazitäten, Verantwortlichkeiten und Erfolgskriterien im Angebot eindeutig beschrieben werden.
Change Management hat eine Besonderheit: Viele Leistungen sind wichtig, aber ohne klare Definition schwer überprüfbar.
Ein Auftrag wie „Begleitung des Changes“ lässt erheblichen Interpretationsspielraum. Belastbarer sind eindeutig benannte Arbeitspakete und Ergebnisse.
Bei Alcognition könnte deshalb unter anderem geklärt werden:
welche Analysen zu Projektbeginn durchgeführt werden,
welche konkreten Deliverables daraus entstehen,
wie häufig Stakeholder- und Change-Aktivitäten aktualisiert werden,
wer Inhalte und Entscheidungen freigibt,
welche Trainingsformate produziert und durchgeführt werden,
welche Nutzergruppen erreicht werden müssen,
wie Trainingsqualität und Nutzerbereitschaft gemessen werden,
welche Leistungen Alcognition selbst übernimmt und welche auf Kundenseite verbleiben.
Auch der Übergang zwischen Beratung und operativer Umsetzung sollte klar geregelt sein. Alcognition betont ausdrücklich, Projekte nicht mit einer Konzeptpräsentation enden zu lassen, sondern die Umsetzung begleiten zu wollen. Bei der Vertragsgestaltung sollte deshalb erkennbar sein, was diese Begleitung konkret umfasst.
Wer bereits ein Angebot von Alcognition vorliegen hat, kann wesentlich mehr prüfen als die öffentlich sichtbare Reputation.
AVERVO kann Alcognition unabhängig prüfen und dabei untersuchen, ob das dargestellte Leistungsmodell, die angegebenen Erfahrungen und Referenzen zur geplanten IT-Transformation passen. Im Mittelpunkt steht dabei keine weitere subjektive Bewertung des Unternehmens, sondern die konkrete Investitionsentscheidung des Auftraggebers.
Liegt bereits ein detailliertes Leistungsangebot vor, können zusätzlich Umfang, Projektrollen, Deliverables, Honorarmodell und Leistungsabgrenzungen eingeordnet werden. Eine Prüfung des Angebots und Vertrags kann insbesondere dann sinnvoll sein, wenn Change Management, Training Management und weitere Projektleistungen über einen längeren Zeitraum miteinander kombiniert werden.
Bei Alcognition sollte eine solche Prüfung vor allem klären, ob das auf Nutzerorientierung und individuelle Maßnahmen ausgerichtete Leistungsversprechen im tatsächlichen Projektkonzept erkennbar wird, ob Referenzen mit dem eigenen Vorhaben vergleichbar sind und ob die vorgesehenen Change- und Training-Leistungen so beschrieben sind, dass ihre Erbringung später nachvollzogen werden kann.
Besteht die Zusammenarbeit bereits, sind die eigenen Projektdokumente ohnehin aussagekräftiger als fremde Alcognition Bewertungen. Dann können vereinbarte Deliverables, Change-Pläne, Trainingskonzepte, tatsächlich durchgeführte Maßnahmen, Reportings und Projektergebnisse miteinander verglichen werden. So lässt sich beurteilen, ob die Leistung dem entspricht, was ursprünglich vereinbart wurde.
Website: alcognition.com · Ort: München · Branche: Unternehmensberatung
Ein schriftliches Prüfergebnis mit Befunden zu Team, Referenzen und Seriosität. Diskret auf Basis öffentlich zugänglicher Informationen.
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