Diese Informationen fassen öffentlich zugängliche Angaben zusammen. Eine umfassende, unabhängige Prüfung für Ihr konkretes Vorhaben erhalten Sie mit unserer Anbieterprüfung.
Anbieterprüfung ansehenDie ADVIA GmbH positioniert sich als Management-, IT- und Organisationsberatung für digitale Transformationsvorhaben. Auffällig ist dabei weniger eine einzelne Beratungsdisziplin als die Verbindung mehrerer Ebenen: IT-Strategie, Organisationsentwicklung, Change Management, Projektsteuerung und SAP-Beratung sollen bei komplexen Veränderungsprojekten zusammenspielen.
Für Unternehmen, die Erfahrungen mit ADVIA recherchieren, ergibt sich dadurch eine besondere Prüfaufgabe. Ein umfangreiches Leistungsportfolio und bekannte Kundenreferenzen liefern Anhaltspunkte für die Marktpräsenz. Sie beantworten jedoch noch nicht, wie gut die Beratung für ein bestimmtes Transformationsprojekt geeignet ist. Hinzu kommt, dass öffentlich zugängliche unabhängige Kundenbewertungen bislang nur einen begrenzten Einblick ermöglichen.
ADVIA beschreibt den eigenen Beratungsansatz als Schnittstelle zwischen IT und Fachbereichen. Das ist für die Einordnung des Unternehmens relevant, weil sich daraus ein vergleichsweise breites Beratungsprofil ergibt.
Zu den öffentlich dargestellten Leistungsfeldern gehören unter anderem:
IT-Strategie
Organisationsberatung und Organisationsentwicklung
Change Management
Projekt- und Programmmanagement
strategische und operative Project Management Offices
Prozess- und Effizienzoptimierung
SAP-Beratung und SAP-S/4HANA-Transformation
Interessenten sollten deshalb zunächst klären, für welchen dieser Bereiche ADVIA tatsächlich beauftragt werden soll. Erfahrungen aus einem Organisationsentwicklungsprojekt sind beispielsweise nur eingeschränkt auf ein umfangreiches SAP-Transformationsprogramm übertragbar.
Gerade bei einem Anbieter mit mehreren eng miteinander verbundenen Beratungsfeldern ist die konkrete Projektbesetzung wichtiger als die allgemeine Beschreibung des Unternehmens.
In der IT-Strategieberatung beschreibt ADVIA einen Ansatz, bei dem technologische Entscheidungen mit den Geschäftszielen des Kunden verbunden werden sollen. Zur Beratung gehören nach eigener Darstellung unter anderem die Analyse der bestehenden IT-Landschaft, die Entwicklung eines IT-Leitbildes sowie die Definition strategischer Ziele und geeigneter Technologien.
Besonders konkret wird das Leistungsmodell beim sogenannten Lean-Strategy-Ansatz. Dabei soll eine vorhandene oder neu entwickelte Strategie in einen strukturierten Strategie-Backlog und damit in umsetzbare Schritte übersetzt werden.
Für eine Angebotsprüfung ergeben sich daraus konkrete Fragen. Ein Interessent sollte erkennen können, welche Analyse vor Beginn erfolgt, welche Ergebnisse als Deliverables vorgesehen sind und wie aus strategischen Zielen priorisierte Maßnahmen entstehen.
Ebenso wichtig ist die Abgrenzung zwischen Beratung und Umsetzung. Bei einer IT-Strategie kann beispielsweise relevant sein, ob ADVIA lediglich Empfehlungen entwickelt, auch die Umsetzung begleitet oder zusätzlich operative Verantwortung im Programm übernimmt.
Ein weiterer sichtbarer Schwerpunkt ist die Begleitung von SAP-S/4HANA-Transformationen. ADVIA beschreibt hierbei einen Beratungsansatz auf Basis von SAP Activate und nennt die Phasen Discover, Prepare, Explore, Realize, Deploy und Run als methodischen Rahmen.
Die dargestellten Leistungen reichen von der Bewertung bestehender Systeme über Datenmigration und Prozessanpassung bis zur organisatorischen Begleitung und Schulung. ADVIA verweist außerdem auf Erfahrungen als Projektmanager und CIO-Berater in Transformationsprogrammen.
Für Unternehmen, die ADVIA wegen einer SAP-Transformation prüfen, sollte deshalb nicht allein die allgemeine SAP-Erfahrung betrachtet werden. Aussagekräftiger ist, welche Rolle das Beratungsteam im konkreten Projekt übernehmen soll.
Zu unterscheiden wären beispielsweise Programmsteuerung, fachliche Prozessberatung, Provider Management, Change Management, Migration oder tatsächliche technische Implementierung. Je genauer diese Verantwortungsgrenzen im Angebot beschrieben sind, desto besser lässt sich später beurteilen, wofür ADVIA verantwortlich ist.
ADVIA stellt bei der Organisationsentwicklung die Menschen und das Zusammenwirken verschiedener Unternehmensbereiche in den Mittelpunkt. Das öffentlich beschriebene Portfolio umfasst Strategieanalyse und -umsetzung, Organisationsentwicklung, Transformation Management Offices, Projekt- und Programmmanagement sowie Operations- und Prozessoptimierung.
Im Change Management wird ein agiler und partizipativer Ansatz beschrieben. Genannt werden unter anderem zielgruppengerechte Kommunikation, Workshops, digitale Kollaborationsumgebungen und Methoden wie Liberating Structures.
Diese Verbindung ist insbesondere bei größeren Digital- und SAP-Projekten plausibel: Technische Systeme verändern Prozesse, Rollen und Arbeitsweisen. Die Qualität einer solchen Beratung lässt sich allerdings nicht anhand des Begriffs „Change Management“ allein beurteilen.
Interessenten sollten konkret prüfen, welche Zielgruppen einbezogen werden, welche Formate vorgesehen sind, wie Akzeptanz oder Veränderungsfortschritt gemessen werden und ob Change-Leistungen als eigenständiger Projektbaustein mit nachvollziehbarem Umfang angeboten werden.
ADVIA veröffentlicht auf der eigenen Website eine Kundenübersicht mit Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen. Dort werden unter anderem Marken und Organisationen aus Industrie, Energie, Handel, Mobilität und Technologie dargestellt.
Eine solche Referenzliste spricht zunächst dafür, dass ADVIA Erfahrungen mit größeren und teilweise komplexen Organisationsstrukturen gesammelt hat. Für die Auswahl eines Beratungsunternehmens reicht ein Kundenlogo jedoch nicht aus.
Vor einer Beauftragung sollte geklärt werden:
Welche konkrete Leistung hat ADVIA für den Referenzkunden erbracht?
Wie groß war der Verantwortungsumfang?
War ADVIA federführend oder Teil eines größeren Projektteams?
Ging es um Strategie, Organisation, SAP, Projektsteuerung oder eine Kombination?
Wie ähnlich war die Ausgangssituation zum eigenen Vorhaben?
Über welchen Zeitraum wurde das Projekt begleitet?
Welche nachvollziehbaren Ergebnisse wurden erzielt?
Gerade bei Transformationsprojekten kann dasselbe Kundenlogo sehr unterschiedliche Projekterfahrungen repräsentieren. Eine kurze strategische Beratung ist fachlich anders zu bewerten als die mehrjährige Steuerung eines internationalen Transformationsprogramms.
Bei der Recherche nach ADVIA Bewertungen finden sich öffentlich nur wenige unabhängige Kundenrezensionen. ProvenExpert bündelt derzeit eine kleine Anzahl von Bewertungen aus einer externen Quelle. Das dort sichtbare Gesamtbild ist positiv, die Datenbasis bleibt jedoch überschaubar.
Für eine geschäftliche Entscheidung bedeutet das weder etwas Positives noch etwas Negatives über die tatsächliche Beratungsqualität. Wenige Rezensionen erlauben schlicht keine besonders belastbare Verallgemeinerung.
Außerdem ist bei Beratungsunternehmen zu berücksichtigen, dass komplexe B2B-Projekte wesentlich seltener öffentlich bewertet werden als beispielsweise standardisierte Dienstleistungen für Verbraucher.
Arbeitgeberbewertungen, die ebenfalls zu ADVIA auffindbar sind, sollten von Kundenerfahrungen klar getrennt werden. Sie können etwas über interne Wahrnehmungen von Arbeitsumfeld und Organisation aussagen, beantworten aber nicht unmittelbar, wie erfolgreich Kundenprojekte durchgeführt werden.
ADVIA hebt unter anderem maßgeschneiderte Lösungen, eine Verbindung von Business und IT, nachhaltige Veränderung sowie eine menschenzentrierte Beratung hervor. Genau diese Aussagen können als Ausgangspunkt für eine konkrete Anbieterprüfung dienen.
Wenn beispielsweise eine ganzheitliche Verbindung von Technologie und Organisation versprochen wird, sollte sich diese im Projektvorgehen wiederfinden. Ein Angebot müsste dann erkennen lassen, wie technische Arbeitspakete, Prozessveränderungen, Projektsteuerung und Change-Aktivitäten miteinander koordiniert werden.
Bei einem behaupteten maßgeschneiderten Ansatz sollte wiederum nachvollziehbar sein, welche Teile tatsächlich individuell entwickelt werden und welche Methoden oder Standardframeworks eingesetzt werden.
Auch der Anspruch, Veränderungen nachhaltig in einer Organisation zu verankern, lässt sich konkretisieren. Relevant wären beispielsweise Wissenstransfer, Kompetenzaufbau, Governance nach Projektabschluss und die Frage, wie interne Teams befähigt werden, Ergebnisse selbst weiterzuführen.
Das breite ADVIA-Portfolio kann für Unternehmen interessant sein, die mehrere Transformationsaufgaben miteinander verbinden möchten. Gleichzeitig erhöht ein breites Leistungsmodell den Bedarf an einer sauberen Leistungsabgrenzung.
Vor Vertragsabschluss sollten deshalb zumindest Projektrollen, Verantwortlichkeiten, Entscheidungswege und erwartete Ergebnisse eindeutig beschrieben sein.
Bei einem SAP- oder Digitalprogramm kann beispielsweise geklärt werden:
Wer verantwortet die Gesamtprojektleitung? Welche Aufgaben übernimmt ADVIA selbst? Welche Leistungen werden von SAP-Implementierungspartnern oder anderen Dienstleistern erbracht? Wer entscheidet über Prioritäten? Welche Ergebnisse müssen zu definierten Meilensteinen vorliegen?
Diese Fragen sind für die spätere Bewertung der Zusammenarbeit wesentlich. Ohne klare Verantwortlichkeiten lässt sich bei Verzögerungen oder Zielabweichungen nur schwer feststellen, welche Leistung tatsächlich geschuldet war.
Die öffentlich zugänglichen Informationen zeigen ein etabliertes Beratungsunternehmen mit klar beschriebenen Leistungsfeldern, eigener Unternehmenswebsite und sichtbaren Kundenreferenzen. Auch die einzelnen Beratungsbereiche werden vergleichsweise ausführlich erläutert.
Ein pauschales Seriositätsurteil lässt sich daraus dennoch nicht ableiten. Für Unternehmen ist wichtiger, ob ADVIA für das eigene Vorhaben fachlich und organisatorisch geeignet ist.
Diese Bewertung hängt unter anderem davon ab, welche konkreten Berater eingesetzt werden, welche vergleichbaren Projekte nachgewiesen werden können, wie Leistungen vertraglich definiert sind und ob Budget, Projektmodell und Verantwortungsverteilung plausibel erscheinen.
Öffentliche Informationen schaffen damit eine Grundlage für die Vorauswahl. Die eigentliche Entscheidung sollte auf dem konkreten Angebot und den Anforderungen des geplanten Projekts beruhen.
Bei einem Beratungshaus wie ADVIA ist eine Anbieterprüfung besonders dann sinnvoll, wenn ein umfangreiches IT-, SAP- oder Organisationsprojekt bevorsteht und verschiedene Beratungsdisziplinen ineinandergreifen.
AVERVO kann ADVIA vor der Beauftragung unabhängig prüfen und dabei unter anderem einordnen, wie belastbar das Leistungsprofil, die dargestellten Referenzen und die erkennbare Projekterfahrung für Ihr konkretes Vorhaben sind.
Liegt bereits ein detailliertes Transformationskonzept vor, kann zusätzlich geprüft werden, ob Rollen, Budget, Projektstruktur und Zusammenspiel der Beteiligten nachvollziehbar geplant sind. Für umfangreiche Vorhaben bietet sich hierfür auch eine unabhängige Prüfung des Digitalprojekts an.
Eine solche Prüfung ergänzt öffentliche ADVIA Erfahrungen nicht um eine weitere subjektive Bewertung. Sie setzt an der konkreten Investitionsentscheidung Ihres Unternehmens an und untersucht die Punkte, die sich aus allgemeinen Bewertungen oder Referenzlogos nicht zuverlässig ableiten lassen.
Unternehmen, die bereits mit ADVIA zusammenarbeiten, benötigen für eine Leistungsbewertung einen anderen Maßstab als Neukunden.
In dieser Situation sind fremde Rezensionen deutlich weniger aussagekräftig als die eigenen Verträge, Projektpläne, Deliverables, Reportings und Arbeitsergebnisse. Relevant ist dann beispielsweise, ob vereinbarte Leistungen erbracht wurden, Meilensteine nachvollziehbar erreicht werden und zusätzliche Aufwände sachlich begründet sind.
Bei Transformationsprojekten sollten zudem dokumentierte Entscheidungen, Abhängigkeiten zu anderen Dienstleistern und Veränderungen des ursprünglich vereinbarten Scopes berücksichtigt werden.
So lässt sich die tatsächliche Zusammenarbeit mit ADVIA anhand der eigenen Projektwirklichkeit bewerten, anstatt sie aus allgemeinen Erfahrungen anderer Unternehmen abzuleiten.
Website: advia.gmbh · Ort: Dortmund · Branche: Unternehmensberatung
Ein schriftliches Prüfergebnis mit Befunden zu Team, Referenzen und Seriosität. Diskret auf Basis öffentlich zugänglicher Informationen.
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